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Beratungsgespräche im Landesverband Ju-Jitsu Sachsen-Anhalt

 

Wie schon am 23. Juni 2018 in Zeitz angekündigt wurde, hat die neue Phase des durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ geförderten Projekts „Interkulturelles Lern- und Kompetenzzentrum Sport“ begonnen. Von Januar 2019 bis Mai 2019 konnten die Referentinnen Johanna Bojahr von Deutsche Gesellschaft e.V., Patrizia D’Imperio von KKH e.V. und die Geschäftsführerin des Ju-Jitsu Sachsen-Anhalt e.V. Susanne Selbert die ausgebildeten Integrationslotsinnen und Integrationslotsen in ihrem jeweiligen Vereinskontext besuchen und ihren Aufgabebereich und dessen Entwicklung besser kennenlernen. Beteiligt an den Beratungen waren auch die Mitglieder der Vorstände der jeweiligen Ju-Jitsu-Vereine. Herzlich und freundlich aufgenommen wurden die Referentinnen und die Geschäftsführerin von den folgenden Vereinen: KSG Zeitz/ Ju-Jitsu Sachsen-Anhalt e.V., Judo-Club Burg e.V., PSV Magdeburg 1990 e.V., Ju-Fitness e.V., Leinefelder Ju-Jutsu Verein e.V. und Ju-Jutsu Verein Bushido Schönebeck e.V.

Durch anonyme Formulare und persönliche, vertrauliche Gespräche konnten die Projektpartner erfahren, wie die Integrationslotsen nach der Ausbildung vorangekommen sind, welche Erfolge sie verzeichnet haben und welche Herausforderungen ihnen begegnet sind. Auch wurde erfragt, wie die verschiedene Vereine organisiert und gestaltet sind, wie es um die Infrastrukturen und Strukturen steht, welche Mitgliederformationen vorliegen und welche Kursangebote bestehen. Zudem konnte auch auf eventuelle Baustellen und Schwierigkeiten eingegangen werden, wodurch die Projektpartner sich weiterhin als Ansprechpartner anbieten konnten.

Mit großer Freude und Bewunderung konnten die Projektmitarbeiterinnen feststellen, dass die jeweiligen Vereine nicht nur ein Ort sind, wo man Sport treiben kann, sondern enge Gemeinschaften die zusammenhalten, die sich für jedes Mitglied engagieren und sich für die Integration und Inklusion von verschiedenen und „diversen“ Menschen einsetzen. Alle Vereine bieten extra Aktivitäten außerhalb der Trainingseinheiten an und versuchen dieses „Familiengefühl“ auch in anderen Kontexten zu verbreiten und weitzugeben. Einige Vereine haben auch ihre Satzung geändert, um das Statement „Toleranz und Vielfalt“ zu etablieren. Durch ihr soziales Engagement, über Mundpropaganda und Weitertragung im Ort schaffen es die Vereine neue Vereinsmitglieder zu gewinnen.

Sehr oft beziehen sich die Baustelle und Problemen auf die Auffindbarkeit von finanziellen Ressourcen. Mehrere Vereine berichten über einen Mangel an Fördermittel. Fast alle Aktivitäten, innerhalb und außerhalb des Vereins, wie Ausflüge und Reisen, Veranstaltungen und Feiern oder Wartungstätigkeiten werden von den Vereinsmitgliedern und ehrenamtlich Engagierten finanziert und unterstützt – entweder mit Geld oder persönlichem Einsatz.
Der größere Wunsch ist die Erschaffung einer stabilen und nachhaltigen Kooperation und eines Netzwerks zwischen den verschiedenen Ju-Jitsu Vereinen auf ländlicher Ebene und externen Akteuren, die sich innerhalb von Sachsen-Anhalt und Thüringen im sozialen und interkulturellen Bereich engagieren und aktiv sind

Die Integrationslotsinnen und Integrationslotsen bestätigen, dass die Ausbildung und die weiteren Sensibilisierungsveranstaltungen sehr hilfreich und bewegend waren, insbesondere im Hinblick auf Mediation, Konfliktmanagement und Einfühlung in den Anderen.

21. Mai 2019
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